Selbständigkeit vs. Weltuntergang


Willkommen zum Weltuntergang, dem wievielten? Ich weiß es nicht, ich zähle nicht mehr mit.

Jetzt, genau jetzt, ist es umso wichtiger, dass wir weiter selbständig und selbstbestimmt bleiben.

Dass wir unsere eigenen Regeln machen. Dass wir eine eigene Art von Wirtschaft schaffen, eine liebevolle Tauschwirtschaft, eine teilende, unterstützende Wirtschaft. Dass wir weiter an den Bedingungen arbeiten, zu denen wir arbeiten wollen. Dass wir mit Menschen arbeiten und Menschen unser Geld geben, die wir unterstützen wollen. Dass wir uns verknüpfen und miteinander verbunden bleiben. Dass wir weiter schreiben und weiter singen. Dass wir dabei unabhängiger werden von den wenig bestimmbaren Kräften, dass wir uns nicht lähmen lassen von der Angst und der Sorge. Dass wir uns über Hoffnung und Wut Gedanken machen, und vor allem über die Frage sprechen, zu welchen konkreten Handlungen uns die Hoffnung und die Wut bringen kann.

„Wenn ich von Hoffnung rede, meint das eine Situation, in der ich diese Dunkelheit anerkenne, und dann darin Pläne machen kann, wie ich mit anderen zusammen trotzdem Gutes in der Welt schaffen kann. … [Diese Hoffnung] hat den Vorteil, realistisch und umsetzbar zu sein, und so nicht zur üblichen Depression zu führen, die auftritt, wenn das eigene magische Denken entzaubert wird.“

Tadzio Müller in diesem Artikel, geteilt von Madeleine Penny Potganski

Das Zusammensein mit anderen Selbständigen, mit anderen Schreibenden (wie zuletzt beim Herbst-Schreibwochenende) macht mir eine solche realistische Hoffnung: gemeinsam trotzdem Gutes in der Welt zu schaffen, sich miteinander in erstaunlicher Tiefe zu verknüpfen und eine kleine Bande auf Zeit zu werden.

Und unter genau diesen Zeichen will ich dich einladen, mit uns zu sein – am 27. November beim virtuellen Banden bilden der Telko, oder gleich diesen Freitag (15. November) mit uns beim Co-Worken. Damit du nicht alleine arbeiten musst, damit wir alle gemeinsam unsere Motivation teilen können, damit wir wissen und spüren, dass da noch andere sind, die auch straucheln und zweifeln an dieser Welt, und trotzdem weiterhin etwas zu ihr beitragen wollen.

Bäm!

T E R M I N E

Co-Working am 15. November, 9 bis 17:30 Uhr

Das digitale Co-Working ist ein Termin für dich und deine Arbeit – zum Beispiel an deiner Website oder an deinen Texten – bei dem wir dich unterstützen, große und kleine Veränderungen umzusetzen.

Kathrin und ich schauen dabei auf das, was schon da ist und helfen dir, von dort aus weiterzugehen. Wir stehen dir sowohl bei den praktischen und technischen Fragen als auch bei strukturellen, gestalterischen und textlichen Fragen zur Seite.

Und wir halten den Tag und die Gruppe mit einem weichen, warmen und immer auch humorvollen Rahmen, damit du wirklich weiter machen kannst.

Hier findest du mehr Infos und kannst deinen Termin buchen.

Everything is on fire,
but everyone I love is doing beautiful things
and trying to make life worth living,
and I know I don't have to believe in everything,
but I believe in that.

– Nikita Gill

Die gute Website

Für Haltung, gegen Perfektionismus. E-Mail ist unsere liebste Art, digital zu kommunizieren. Mails können persönlich und direkt und unaufdringlich sein, mehr Unterhaltung zu zweit als Megafon. Dadurch ergeben sich so schöne und tiefe Dialoge, und dadurch wiederum Beziehungen. Diese „E-Mail-Briefe“ sind unsere Einladung an dich, an diesem Dialog teilzunehmen. An dem Versuch, über diese Bildschirme einen echten Austausch zu wagen.

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